Estrichtrocknung
Bei Überschwemmungsschäden müssen zunächst Wasser, Schlamm und Dreck entfernt werden. Erst dann kann in jedem einzelnen Fall sehr differenziert geprüft werden, ob der Estrich erhalten bleiben kann.
Bei schwimmendem Estrich filtert die Randfuge den Schmutz. Bei guter Arbeit des Estrichlegers ist es also wahrscheinlich, dass kein oder nur wenig Dreck in die Dämmung eingedrungen ist.
Angefallener Schmutz tritt während der Durchtrocknung als Staub in der abgesaugten Luft wieder aus. Wichtig: Es sollte bei schwimmendem Estrich nur im absaugenden Verfahren getrocknet werden.
Der Zementestrich ist der am häufigsten eingesetzte Estrich in Industrie, Gewerbe und Wohnungsbau. Ein weiterer Vorteil von Zementestrich ist, dass er bereits vier bis fünf Wochen nach Einbringen belegreif ist.
Zementestriche sind resistent gegen Wasserschäden, selbst bei längerer
Durchnässungsdauer.
Risse im Estrich sind in den meisten Fällen vorher vorhanden gewesen. Häufig ist dies auf eine nicht ausreichende Mindestestrichstärke zurückzuführen. Es kann sich aber auch um normale Schwundrisse handeln, die sich im Laufe der Zeit vergrößert haben.
Wenn durch den Wasserschaden so viel Wasser unter die Wärme-
dämmung dringen konnte, dass die Estrichplatte aufgeschwemmt wurde,
kann es im Einzelfall zu Rissbildungen im Oberbelag kommen. Diese lassen sich mit geringen Aufwand verharzen.
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