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Schimmelpilze / Untersuchungsmethoden


Bei der Untersuchung von mikrobiellen  Schäden in Gebäuden gibt es grundsätzlich folgende Möglichkeiten:

  • Direkt Untersuchung von Materialien um festzustellen, ob diese mit Mikroorganismen besiedelt sind, welche Mikroorganismen sie enthalten und welche Mengen.
  • Untersuchung von Materialien auf Anreicherung mit mikrobiellen Metaboliten.
  • Analyse der von Mikroorganismen an die Umgebung abgegebenen Stoffe, wie die abgegebenen Sporen, die Zellbestandteile , die flüchtigen organischen Metaboliten = MVOC oder freigesetzte Toxine.

Keine der derzeit verfügbaren Methoden ist dazu geeignet, die Belastungssituation komplett zu erfassen, der die Personen im betroffenen Gebäude ausgesetzt sind. Der hauptsächliche Grund ist, dass man zwar inzwischen die gesundheitliche Gefährdung in erster Linie den toxischen mikrobiellen Substanzen zurechnet, aber z.B. von den bekannten mehr als 250 Mykotoxinen nur einzelne Substanzen mit bezahlbarem Aufwand analysieren kann. Deshalb liefern alle Untersuchungen zur möglichen Belastung der Bewohner lediglich Informationen und Hinweise, die bei der fachmännischen Gesamtbeurteilung richtig bewertet und eingeordnet werden müssen.



Was die derzeit verfügbaren Analyse- und Messmethoden leisten können,
ist folgend in Kurzform dargestellt.

Analyse:
Materialuntersuchung mittels Mikroskopie

mögliche Aussage bei positivem Befund:
Es kann erkannt werden, ob das Material mit Mikroorganismen besiedelt ist, und teilweise können einige Pilzarten bzw. Typen erkannt werden.
mögliche Aussage bei negativem Befund:
Sollte keine mikrobielle Struktur erkennbar sein, ist keine abschließende Aussage möglich, da trotzdem Mikroorganismen vorhanden sein können, z.B. auch große Mengen an Bakterien.

 

Analyse:
Materialanalyse mittels Suspension,Verdünnungsreihen und Kultivierung

mögliche Aussagen bei positiven Befund
Es werden Angaben zu den Arten und den Mengen der im Labor anzüchtbaren
Pilz- und Bakterienkeime gemacht. Je nach Probenahme kann abgeleitet werden, ob das Material mit Mikroorganismen besiedelt oder zumindest kontaminiert ist.
mögliche Aussage bei negativem Befund
Da die im Material vorhandenen Mikroorganismen nicht selten abgestorben oder im Labor nicht anzüchtbar sind, ist bei negativem Befund keine sichere Aussage möglich, dass kein Befall mit Mikroorganismen vorliegt.

 

Materialprobeentnahmen

Wo man welche Materialprobe entnimmt, sollte sich danach richten, auf welche Frage das Ergebnis der Untersuchung eine Antwort geben soll.

  • Wenn ein eindeutiger erkennbarer Schimmelbefall vorhanden ist:
    dass die Schimmelarten ermittelt werden sollen.
  • Wenn ein sichtbarer Befall vorhanden ist:
    kann der Verdacht bestehen, dass ein mikrobieller Befall vorliegt, z.B.
    weil das Material feucht ist oder Flecken unklarer Herkunft aufzeigt oder weil der Schimmelpilz – Spürhund den Bereich markierte.
  • Wenn ein Befall vorhanden ist, kann Klärungsbedarf bestehen, wie weit sich der Befall in der Fläche ausgedehnt hat.







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